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2016 total fünf Events - für weitere Events bitte scrollen

26. Oktober 2016

ETTER Söhne AG, Distillerie, Zug     www.etter-distillerie.ch  

Die Distillerie ETTER Söhne AG ist ein traditionsreicher Familienbetrieb und geht bis ins Jahr 1823 zurück. Damals brannte der Landwirt Johann Etter im Nebenerwerb erstmals Kirsch aus eigenen Kirschen. Die Firmengründung erfolgte 1870 durch seinen Sohn Paul Etter. Auf Paul folgten 1923 Johann und Josef Etter. 1926 wurde ein Brennerei-Neubau an der Baarerstrasse erstellt. 1974 übernahm Hans Etter das Unternehmen. 1980 wurde abermals ein Neubau erstellt, mit modernsten Anlagen, in der Chollermüli in Zug, dem heutigen Standort. Seit 2006 ist Hans Etter alleiniger Eigentümer des Unternehmens, das seit 2012 von der vierten Generation geleitet wird, von Eveline und Gabriel Galliker-Etter.

Erst 1980, rund 110 Jahre nach der Firmengründung, begann die sukzessive Ausweitung des Sortiments von Kirsch auf weitere Fruchtsorten. 1982 wurden exklusive Glasfruchtkaraffen kreiert, mit den zum Inhalt passenden Glasfruchtformen innerhalb der Flaschen. Diese speziellen Karaffen machten ETTER weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt.

2007 brannte die Distillerie ETTER ihren ersten JOHNETT Swiss Single Malt Whisky und brachte diesen 2010 auf den Markt. Interessant ist die Tatsache, dass dieser Whisky in den Höllgrotten von Baar reift.

Die Distilliere ETTER arbeitet heute mit rund 23 Angestellten und gilt als eine der traditionsreichsten und modernsten Spezialitätenbrennereien Europas. Nebst dem bekannten Etter Zuger Kirsch und weiteren Fruchtbränden gibt es bei ETTER auch Liqueure und saisonale Spezialitäten wie Erdbeerzauber und den erwähnten Swiss Single Malt Whisky. 


Ulrich Fritsche (vorne links) führt uns durch den Betrieb und erklärt uns im Korbflaschenlager mit edlen Fruchtbränden, wie sich das Unternehmen entwickelt hat. Klare Destillate werden nach Jahrgängen in Korbflaschen gelagert (im Bild links – in Korbflaschen damit kein Licht dazukommt). Durch die Lagerung ein Eichenfässern (im Bild rechts) verändert sich die Farbe. Dadurch entwickeln sich die Brände mit der Zusatzbezeichnung «Vieille …» 
 


Über diesen riesigen Einfüllstutzen werden die Kirschen der Verarbeitung zugeführt. Innerhalb von 48 Stunden müssen Kirschen verarbeitet werden. Diese stammen von 80 Kirschenlieferanten aus der Region. Das übrige Kernobst kommt vorwiegend aus dem Wallis.


Die Destillation von Bränden passiert in diesen Kupferkesseln. Bei Etter stehen insgesamt 8 solche Kupferbrenner. Der sogenannte Nachlauf enthält 70 – 75° Alkoholgehalt.


Der grösste Teil aller Brände gärt in riesigen Stahltanks, mit bis zu 5000 Litern Inhalt. Von der Brennerei über die Lagerung bis hin zur Flaschenabfüllanlage ist die ganze Produktionskette mit Rohren verbunden.


Durch Rohranlagen gelangen die Destillate zur vollautomatischen Abfüllanlage.
Das Abfüllen in spezielle Karaffen bleibt aber Handarbeit. Solche Flaschen werden mit Korkzapfen, rotem Siegellack und dem Etter-Markenstempel verschlossen.


Für Etter arbeitet ein Glasbläser, der  Kirschen und andere Kernobstfrüchte in Glasformen in die Mitte der Flaschen bringt. Etter brachte als erstes Unternehmen solch exklusive Karaffen auf den Markt und wurde dadurch in der ganzen Welt bekannt.


Geselligkeit und sich gegenseitig besser kennenlernen wird bei UNS gross geschrieben. Hier geniessen 6 UNS-Mitglieder, nach dem Besuch bei ETTER, gemütlich ein Nachtessen im Restaurant Hafenbar am Zugersee.

Text/Bilder: Anita M. Herzig

 

15. September 2016

Zaugg Schliesstechnik AG, Luzern       www.zaugg-sicher.ch 

Zur Betriebsbesichtigung wurden wir von Ronny (Geschäftsleiter seit 2014) und seinem Bruder Stefan Zaugg begrüsst. Die Firma Zaugg ist ein Familienunternehmen, seit 2008 eine Aktiengesellschaft, in der sich derzeit sechs Familienmitglieder (zwei Generationen) aktiv engagieren. Gegründet unter dem Namen «Schlüssel-Zaugg & Co.» wurde die Firma 1964 von Albert und Elsa Zaugg. Später traten deren Söhne Ruedi (VR-Präsident) und Daniel Zaugg (VR) in den elterlichen Betrieb ein, ums Jahr 2000 kam mit Ronny und Martin Zaugg die dritte Generation dazu, 2006 auch noch Stefan Zaugg und 2010 Dario Zaugg.

Zaugg – sicher auf und zu – beschreibt in kürzester Form die Unternehmenstätigkeit, nämlich Sicherheit durch Schliesssysteme für Türen und Fenster, Tresore, Einbruchschutz, Alarmanlagen und Videoüberwachungen. Zaugg ist mit 35 Mitarbeitenden und 1 Lehrling vorwiegend in der Zentralschweiz tätig, mit einer Filiale im zugerischen Baar. Wertschätzung gegenüber Kunden und Mitarbeitenden steht seit jeher im Zentrum aller Aktivitäten von Zaugg.

Schliesstechniker werden firmenintern ausgebildet. Das sind Berufsleute aus unterschiedlichen Berufen, insbesondere Metallbauer, Elektriker und Mechaniker diverser Fachrichtungen. Pro Monat werden rund 800 – 900 Aufträge erledigt und daneben laufen immer wieder auch Grossaufträge. Der Kundschaft wird ein Notfalldienst, rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr, geboten.

Stete Herausforderung ist die technische Entwicklung, die Verflechtung Mechanik, Elektronik und Digitalisierung. So gibt es beispielsweise komplex vernetzte Datensysteme für den Personenzutritt zu individuell zugeordneten Räumen mittels Venen- oder Iris-Biometrie oder die bereits weit verbreitete Badge-Systemtechnik, mit zahlreichen Möglichkeiten zur  Aufzeichnung weiterer Daten, bis hin zur Abrechnung bezogener Kaffees an Kaffeeautomaten. Umfassende und dauerhafte Lösungen durch Aufrüsten von Türen und Fenstern ist auch bei Privaten seit Jahren aktuell. Nebst modernster Technik machen der Firma Zaugg aber auch Servicearbeiten an Schliesseinrichtungen in historischen Bauten Freude, z.B. an und in Gebäuden der Luzerner Altstadt.

Interessant ist auch, was die Finanzkrise ausgelöst hat. Gemäss Ronny Zaugg steige seit 2008 anhaltend die Nachfrage nach Tresoren, die für die Lagerung hoher Wertbestände auch von den Versicherungen anerkannt sind.


TeilnehmerInnen, kurz vor 18 Uhr, vor dem Hauptsitz zur Firma Zaugg. Wie so oft, fehlt René Lang auf dem Bild, dem wir die meisten Bilder von UNS-Events zu verdanken haben. Hier mal ganz offiziell: Danke René!


Nachdem Ronny Zaugg uns in die Empfangshalle geführt hat, erlebten wir etwas völlig Neues, denn schon zur Begrüssung gab‘s einen üppigen, äusserst grosszügigen Apéro, verbunden mit ersten Informationen über das Unternehmen. Ganz herzlichen Dank!


Aufmerksam verfolgen TeilnehmerInnen die Informationen von Ronny Zaugg zur Firmenentwicklung, Kultur und zu den oft hoch komplexen Kundenbedürfnissen, so z.B. im Bahnhof Luzern, in Spitälern, Heimen, Wohnhäusern, Villen oder im Hotel «The Chedi» in Andermatt.


Ronny Zaugg (ganz rechts) erklärt uns hier die Technik der Handflächen-Venen-Biometrie und Stefan Zaugg demonstriert uns deren Funktion. Heute gibt es für jedes Kundenbedürfnis die passende Zutritts-Sicherheitslösung, vom einfachen Bartschlüssel bis hin zu komplexen und intern vernetzten Datensystemen.


Kurt Hischier, Fachspezialist in der Produktion, zeigt uns, wie ein Schliesszylinder zusammengesetzt wird. Hoch interessant! Ein Haustür- oder Wohnungsschloss-Zylinder besteht aus mehreren Hundert vorwiegend winzig kleinen Metallteilen. Absolute Präzision ist unverzichtbar. Hischier ist zudem ein Beispiel für langjährige Firmentreue. Er ist bereits seit 29 Jahren für die Firma Zaugg tätig.

Nochmals ganz herzlichen Dank für den sehr herzlichen Empfang an Ronny und Stefan Zaugg sowie an Kurt Hischier, den wir zuerst als «Barkeeper», später als bedeutenden Fachspezialisten kennenlernten; danke für die zahlreichen Infos und Tipps punkto Sicherheit, danke für den exquisiten Apéro und die Geschenksäcke!

Text: Anita M. Herzig 
Bilder: René Lang

  

7. Juni 2016

Renggli AG, GU und Holzbau, Schötz      www.renggli-haus.ch

Renggli gehört zu den Pionieren im Hausbau nach Minergie-Standards, agiert als Generalunternehmer oder Holzbaupartner und realisiert anspruchsvolle Bauprojekte – vom energieeffizienten Einfamilienhaus bis hin zu mehrstöckigen Wohnhäusern oder gewerblichen und öffentlichen Bauten.

1923 hat Gottfried Renggli in Schötz einen Holzbau und Sägereibetreib gegründet. 1991 ging der Kleinbetrieb, mit gerade mal 12 Mitarbeitenden, auf die vierte Generation über. Max und Beat Renggli haben die Firma übernommen und nach 4 Jahren die erste grosse Produktionshalle gebaut. Damals wurden die Gebrüder Renggli in der Baubranche noch belächelt und Architekten gingen anfänglich auf Distanz, weil die Planung vorfabrizierter Elemente von auf Holzbau spezialisierten Planern erledigt werden muss.

Inzwischen hat sich das grundlegend geändert: Der moderne Holzbau ist in der Baubranche als wichtiger Partner akzeptiert. Innerhalb weniger Jahre hat sich die Firma, unter der Geschäftsführung von Max Renggli, zum Schweizer Marktführer im energieeffizienten Holzsystembau entwickelt und beschäftigt heute rund 200 Mitarbeitende, die sich sinngemäss Rengglianerinnen und Rengglianer nennen und jährlich rund 150 Projekte realisieren. Die Generalunternehmung ist seit 2003 in Sursee domiziliert und in den letzten Jahren sind in der Westschweiz und im Tessin Renggli-Standorte dazugekommen.

In Schötz befinden sich nach wie vor der Holzbau und die gesamte Produktion, welche sich durch intelligente Nutzung und Rückspeisung sämtlicher Energiequellen zu 100 % mit eigener Energie versorgt. Mehrere Photovoltaikanlagen und ein Kleinwasserkraftwerk mit einem gesamten Energieertrag von 685'000 kWh/Jahr gehören dazu.

Erstellt Renggli ein Gebäude, wird nichts dem Zufall überlassen. Jedem Projekt geht eine weitsichtige und genaue technische Planung voraus. Nach Abschluss der Planungs- und Materialbeschaffungsphase benötigt Renggli, z.B. für ein zweistöckiges EFH, gerade mal 2 – 3 Produktionstage und weitere 2 – 3 Tage für den Aufbau.

Interessant ist die von Max Renggli spürbar gelebte Führungsphilosophie. Renggli schafft jene Rahmenbedingungen, damit sich die Leute wohl fühlen. Von Vorgesetzten verlangt Max Renggli offenen und transparenten Umgang mit dem Personal und gezielte Bestrebungen, damit sich die Leute entwickeln und ein Höchstmass an Selbständigkeit erreichen können. Im Zentrum allen Denkens und Tuns steht bei Max Renggli der Respekt gegenüber Mensch (Kunden/Vorgesetzte/Mitarbeitende) und Umwelt! Durch diese Wertehaltung gelingt es, ein gutes Umfeld zu schaffen und dadurch die Kreativität in den Teams zu fördern. Die eindrückliche Erfolgsgeschichte der Renggli AG beweist, dass sich im Geschäftsleben klare Strategien, Weitsicht, Präzision und Respekt gegenüber Mensch und Umwelt bezahlt machen.


In Schötz erstreckt sich das Firmenareal über gut 50‘000 m2. Am Ende des Areals steht dieses viergeschossige Bürogebäude mit Ausstellungsraum für Kundenevents. Hier sind wir von Max Renggli und Jeremias Burch (Technischer Berater) für die Betriebsbesichtigung empfangen worden.


Im Medienraum bei Renggli in Schötz beziehen wir modernste Lautsprecher-Hörgeräte, damit alle Besucher die Erklärungen von Herrn Burch auch auf Distanz einwandfrei hören.


Die Schindelfassade dieser Werkshalle besteht aus roter Zeder und war ein Geschenk der Mitarbeitenden an Max Renggli zum 50. Geburtstag.
  


Präzise Planung ermöglicht millimetergenaue Fertigung aller Einzelteile. Diese werden computergesteuert zugeschnitten, nummeriert (dem Projekt zugeordnet) und mittels Hightech-Systematik maschinell der nächsten Bearbeitungsstation zugeführt.


In die vorfabrizierten Wandelemente werden alle nötigen Türzargen sowie alle Fenster montiert. Dadurch wird es möglich, ein mittelgrosses Einfamilienhaus innerhalb von zwei bis drei Arbeitstagen beim Kunden vor Ort aufzustellen.


Hier stehen wir beim Hochregallagerlift. Einzelteile werden, bis zur Fertigstellung sämtlicher Teile, über Hebekraneinrichtungen ins Hochregallager transportiert und bis zum Montagetermin bzw. Abtransport zum Kunden gelagert.


Nach dem Rundgang durch die Werkshallen informiert uns Max Renggli über die Firmengeschichte, die gelebte Unternehmenskultur, beantwortet unsere zahlreichen Fragen auffallend offen und offeriert uns zum Abschluss noch einen grosszügigen Apéro. Herzlichen Dank!

Text und Bilder: Anita M. Herzig

 

27. April 2016

Helikopterbasis / Flugplatzkommando, Alpnach   

http://www.lw.admin.ch/internet/luftwaffe/de/home/verbaende/einsatz_lw/flpl_kdo_alp.html 

Rico Barmettler, Chef Logistik Flugplatzkommando Alpnach, hat uns (29 Vereins-Mitglieder und Gäste) empfangen und über Geschichte und Aufgaben des Militärflugplatzes Alpnach informiert, bevor es in drei Gruppen zur Besichtigung von Helikoptern und den hierfür notwendigen Arbeitsbereichen ging.

Der Militärflugplatz Alpnach ist die Hauptbasis der Schweizer Armee im Lufttransportbereich. Folgende Aufgaben werden durch die Luftwaffe für die Helikoptertypen Super Puma und EC-635 wahrgenommen: Einsatz, Ausbildung, Training, Betriebskompetenzstelle (Betriebsengineering), Betrieb und Bereitstellung, Instandhaltung / Instandsetzung / Trouble Shooting. Zu dem in Alpnach stationierten Flugplatzkommando gehört auch der Militärflugplatz Dübendorf sowie der Heliport Andermatt.

Was 1942 mit einer simplen Graspiste für Start und Landung erster Flugobjekte der Schweizer Luftwaffe begonnen hatte, entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einer strategisch zentralen militärischen Anlage. 1952 beschaffte die Armee die ersten Helikopter (Hiller aus England). Im Laufe der folgenden Jahrzehnte wurden weitere moderne Helikopter Typen beschafft. Die bekanntesten darunter sind Alouette, SuperPuma und der neue Eurocopter EC635. Detaillierte Infos zu Aufgaben, Heli-Beständen und technischen Daten finden Luftwaffen- und Heli-Interessierte unter
http://www.lw.admin.ch/internet/luftwaffe/de/home/dokumentation/assets/helicopter.html

Das Alpnacher Flugplatzareal erstreckt sich über 560‘000 m2. Alle neueren Betriebsgebäude wurden nach Minergie-Standard erbaut und ältere nachgerüstet, so dass heute 85% an elektrischer Energie und 100% Wärme mit erneuerbarer Energie abgedeckt werden kann. Zuletzt erbaut wurde, am Rand des Flugplatzareals, die Unterkunft Chilcherli, als Ersatz für das 2010 geschlossene Truppenlager Schoried. Die neue Unterkunft bietet 34 Personalbetten für Piloten und Offiziere der Luftwaffe sowie 144 Betten für Truppenangehörige. Zudem steht für die Verpflegung von Personal und Besuchern steht seit 2010 das öffentliche Restaurant Alouette mit rund 84 Plätzen zur Verfügung.

In Alpnach arbeiten derzeit gegen 300 Personen (inkl. Lernende). Davon gehören gegen 130 Mitarbeitende zum Center Helikopter der RUAG-Aviation. Zudem leisten in Alpnach jährlich mehrere Lufttransportverbände ihren Dienst. Auch die deutsche Luftwaffe kommt regelmässig für Ausbildungs- und Trainingskurse nach Alpnach. Die Deutschen trainieren hier insbesondere die Gebirgsfliegerei.

Die Einsatzbereitschaft in den Bereichen Search and Rescue (SAR) und Trouble Shooting wird während 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr gewährleistet. Einsätze werden während des ganzen Jahres geflogen, zu Trainingszwecken, im Auftrag diverser Institutionen, in der Not auch nachts. Militärische Helikopter können auch durch die REGA sowie durch Blaulichtorganisationen für Such- und Katastropheneinsätze angefordert werden (SAR). Für Grossanlässe wie das WEF, Katastrophenhilfe und Auslandeinsätze stehen in Alpnach mobile Feldhangare und Führungssysteme zur Verfügung.

1999 erfolgte ein erster umfangreicher Hilfs- und Unterstützungseinsatz der Schweizer Armee im Ausland und zwar in Albanien. Und seit 2002 bis heute sind Truppen im Kosovo stationiert. In den letzten Jahren wurden immer wieder Katastropheneinsätze geflogen, beispielsweise in Sumatra (Indonesien), nach dem verheerenden Erdbeben (Zunamie) von 2005. 

Auf dem Flugplatzareal in Alpnach besteht nebst einem generellen Rauch- auch ein Fotografier-Verbot. Deshalb wird hier nur ein Bild veröffentlicht, das bei der Zufahrt zum Militärflugplatz aufgenommen wurde, die ganze Besuchergruppe zeigt – und wenigstens einen Heli (Alouette III) im Hintergrund. 



Text: Anita M. Herzig

 

 

14. März 2016

Bossard Arena, Zug   www.bossard-arena.ch 

Die Zuger Bossard Arena ist eines der modernsten Stadien in der Schweiz. Es wurde nach Minergie-Standard erbaut, ist entsprechend zertifiziert und wurde im Jahr 2010 eröffnet. Die Erstellungskosten, inkl. überdachtem Aussen-Eisfeld, Verwaltungsräumen, Restaurants,  Parkhaus mit 120 öffentlichen Parkplätzen, lagen bei rund 63 Millionen Franken, finanziert durch die Stadt Zug. Zusätzlich investierte der EVZ rund 5,3 Millionen Franken für spezielle Zusatzausbauten im EVZ-Spielerbereich.

Das Stadion verfügt über 7015 Plätze, (davon 4327 Sitz- und 2352 Stehplätze, dazu 186 Logenplätze, 90 Dine&View- sowie 60 Medienplätze). Über 80 % der Sitzplätze sind Saisonkarten und der durchschnittliche Spiel-Besuch liegt bei rund 6000 Personen. 

Interessant ist die ausgeklügelte Technik. Diese beginnt auf dem Dach, wo sich eine riesige Photovoltaikanlage befindet, die vom Wasserwerk Zug finanziert und betrieben wird. Die dadurch produzierte Energie reicht zur Versorgung von 45 Haushaltungen.

Zur Erstellung der Eisfläche in der Arena wurde ein kilometerlanges Röhrchensystem verlegt; die Röhrchen haben Abstände von nur gerade 8 cm und einen Durchmesser von 2 cm diese sind im Unterlagsboden eingelegt. Darüber kommt Wasser, das in 15 Metern Tiefe direkt dem Zugersee entnommen wird, dann wird in die Röhrchen zur Eisbildung Co2 hineingepumpt. Dank modernster Technik kann die Abwärme der Eisproduktion zurückgewonnen und für den restlichen Energiebedarf der Arena wiederverwendet werden. Dabei bleibt sogar noch viel Überschusswärme. Mit dieser wird das zur Arena gehörende Hochhaus «Uptown», drei weitere Mehrfamilienhäuser und eine Dreifachturnhalle beheizt.

Die Bossard Arena ist bisher auch das einzige Stadion in der Schweiz, das von oben bis unten hoch effizient gereinigt werden kann, nämlich per Wasserhochdruck. Im Gebäude wurde alles abgedichtet, was dicht sein muss, an zahlreichen Stellen wurden Schlauch-Anschlüsse installiert und ebenso viele Abläufe, durch die das Schmutzwasser direkt in die Kanalisation abgeleitet wird.

Um höchste Sicherheit im Falle eines Brandes zu gewährleisten, wurde eine Sprühflutanlage installiert – sozusagen eine gigantische Riesendusche übers ganze Stadion sowie ein Entrauchungssystem. 

Sicherheit wird in allen nur denkbaren Bereichen gross geschrieben. Auswärtige Clubs, die in der Regel in einem Car anreisen, werden in einen hierfür reservierten Parkraum im Untergeschoss gefahren, worauf das Eisentor geschlossen wird und bleibt, bis die Spieler wieder abreisen. Auch die Sektoren der Fans, also von Einheimischen bzw. Gästen, sind aus Sicherheitsgründen völlig voneinander getrennt. Das beginnt bei getrennten Eingängen und innerhalb des Stadions werden Begegnungen mittels verschiebbaren Metall-Trennwänden verhindert. Zur Sicherheit tragen auch die elektronischen One-Way-Match-Tickets bei, d.h. mit diesem Ticket erhält ein Fan nur einmal Zutritt ins Stadion. Will er dieses verlassen, ist das zwar möglich, er kann es aber nicht mehr wieder betreten. Auch die Spielersektoren (Garderoben, Aufenthalts- und Duschräume) im Untergeschoss bleiben vor, während und nach den Spielen strikte getrennt, sodass sich selbst die Spieler physisch nie begegnen – ausser natürlich auf dem Spielfeld. Zudem wurden modernste Videoanlagen zur Gesamtüberwachung installiert, damit Vorfälle aller Art gefilmt und allenfalls randalierende Fans identifiziert werden können. Wer gegen die strengen Stadionvorschriften verstösst, erhält Stadionverbot. 

Der EVZ hat vor Eröffnung des Stadions die EVZ Gastro AG als Tochterfirma gegründet. Diese betreibt den gesamten Gastronomiebereich. Ergo verdient der EVZ durch Match- und Werbeeinahmen, Abgeltungen für TV-Übertragungen sowie durch die Gastronomie und zahlt der Kunsteisbahn Zug AG pro Saison eine Miete von rund 900‘000 Franken. 

Die Bossard Arena kann ausserhalb der Spielsaison für alle möglichen Veranstaltungen gemietet werden, sei es für Generalversammlungen oder Betriebsfestlichkeiten von Grossunternehmungen oder Events im kulturellen Bereich.

Hier nachfolgend ein paar Bilder von unserem Besuch.  


Jürg Casalini, Geschäftsführer der Kunsteisbahn Zug AG (rechts im Bild), gibt uns erste Informationen zur Entstehung des Stadions. Hier, in der obersten Etage der Arena, befinden sich 9 luxuriöse und unterschiedlich eingerichtete VIP-Logen, mit insgesamt 186 Plätzen. Eine Loge nutzt der EVZ für eigene Gäste, die übrigen acht sind an Zuger Grossfirmen vermietet.


Im ersten Obergeschoss steht für einheimische Fans die schweizweit erste sogenannte «Dine&View-Terrasse» zur Verfügung. An schmalen langen Tischen, mit Blick aufs Spielfeld, können sich bis zu 80  einheimische Fans auch während eines Spiels kulinarisch verwöhnen lassen.  
Übrigens – die auf dem Eisfeld sichtbaren riesigen Reklamen liegen zirka 4 cm unter der obersten Eisschicht.


Jürg Casalini (links im Bild) erklärt uns im Untergeschoss die ausgeklügelte Technik des Wasserkreislaufs, der gesamten Energieversorgung und Wiederverwertung aller Abwärme.  


Hier wird die komplexe Technik gesteuert. Die Anlagen befinden sich im Untergeschoss und lassen das Herz jedes technisch Interessierten höher schlagen.


Das Restaurant mit dem Namen «Sixtyseven Sportsbar» (67, weil der EVZ 1967 gegründet wurde), mit Menüs und Snacks im amerikanischen Stil, ist öffentlich und bei der einheimischen Bevölkerung offensichtlich sehr beliebt. Nach der Führung ergattern wir gerade noch die letzten freien Plätze zum gemeinsamen Nachtessen.

Text und Bilder von Anita M. Herzig

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